Gasbrand

Schwere Wundinfektion, die durch hochgradige Toxämie u. ausgedehntes lokales Ödem mit unterschiedlich ausgeprägter Gasbildung charakterisiert ist.

  • Erreger: Clostridium perfringens
  • Inkubationszeit: 5–48 Std.
  • Klinik: Das Gewebe schwillt unter der Wirkung des Toxins an, zersetzt sich und wird bräunlich. Das Wundsekret enthält sichtbare Gasbläschen und stinkt stark faulig. Die allgemeine Intoxikation zeigt sich in einem raschen Pulsanstieg, hohem Fieber, Verwirrung und heftigen Schmerzen am ganzen Körper. Lebensrettende Massnahmen sind die grosszügige Exzision der Nekrosen und Sauerstoffüberdruckkammer.

Gazekompressen

Gazekompressen sind Wundauflagen aus 100% Baumwolle die unterschiedlich dicht gewoben ist. Die Gazen unterscheiden sich durch die Angabe einer Typennummer. Diese entspricht der Summe der Anzahl Kett- und Schlussfäden pro cm².

Granulationsgewebe

Das in der Granulationsphase (Proliferationsphase) der Wundheilung neu aus den Fibroblasten und einknospenden Blutgefässen entstehende Bindegewebe.

Es hat die Bezeichnung wegen seines körnigen Aussehens erhalten und ist mit blossem Auge am Wundgrund als stecknadelkopfgrosse Fleischwärzchen zu erkennen. Es bildet die Voraussetzung für einen dauerhaften Wundverschluss, da es den Weg für die spätere Epithelisation ebnet.

Gesunde Granulationen sind körnig, feuchtglänzend, hyperämisch und von tiefroter Farbe. Ist das Granulationsgewebe glatt, durch Fibrinauflagerungen schmierig belegt, blass oder bläulich verfärbt, besteht eine Heilungsverzögerung.

Granulationsphase

  • Beginn ca. am 4. Tag nach der Verletzung
  • Neue Gefässe sprossen ins Wundgebiet ein (Voraussetzung: sauberer Wundgrund). Die jungen Kapillaren sind durch mechanische Belastung leicht verletzlich
  • Von diesem Vorgang abhängig setzt auch die Gewebeneubildung durch die Fibroblasten ein. Diese wandern aus dem umliegenden Gewebe in die Wunde ein. Sie bilden Kollagen, das zu Fasern ausreift und dem Gewebe Festigkeit verleiht

Granulationsgewebe:

  • Absolut notwendig für die abschliessende Epithelisationsphase!
  • Wächst von den Wundrändern her einwärts und verschliesst die Wunde locker und ohne Festigkeit
  • Erkennbar an der körnigen Oberfläche (lat.Granula: Körnchen) sowie an der tiefroten, glänzenden Farbe

Hämatom

Syn. Bluterguss

Durch ein Trauma entstandene Blutansammlung im Gewebe, z.B. Quetschwunde: Hautblutgefässe zerreissen, Blut tritt ins Gewebe aus, es entsteht ein Bluterguss.
Achtung Kompartmendsyndrom.

Hyperpigmentierung

Bräunlich-rote bis grau-rote Verfärbung durch Hämosiderineinlagerungen als Folge von druckbedingten Einblutungen in das Unterhautfettgewebe. Hämosiderin ist das eisenhaltige Pigment der roten Blutkörperchen.

Infektion

Übertragung, Haftenbleiben und Eindringen von Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) in einen Makroorganismus (z.B. Mensch) und Vermehrung in ihm.

Ischämie

(gr. zurückhalten, hindern)

Definition:
Verminderung oder Unterbrechung der Durchblutung eines Organs, Organteils od. Gewebes infolge mangelnder arterieller Blutzufuhr (z. B. durch Thrombose, Embolie, Thrombangiitis obliterans, Gefäßspasmus, Tumoren).

Folge:
Hypoxie, bei längerem Bestehen Nekrose.

Kleber

  • Zinkoxid-Kautschuk: starke Haftung, Allergiegefahr
  • Polyacrylatkleber: meistens eingesetzt, Allergiegefahr
  • Safetac Silikon: speziell für Altershaut, Allergiegefahr gering

Weiterer Allergieschutz: Cavilon oder Hautcrème zwischen Haut und Kleber.

Kontamination

Behaftung von Gegenständen, Lebensmitteln, Wasser, Luft, Boden und Makroorganismen (Mensch) mit Mikroorganismen.